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Heidschnuckenweg

Ein kurzer Abriss der Geschichte von Bergen

Bemerkenswerte Funde aus bronzezeitlichen Hügelgräbern und deren großer Anzahl im Raum Bergen zeugen davon, dass dieses Gebiet schon vor mehr als 3.000 Jahren seine besondere Bedeutung hatte.

Erstmals taucht Bergen in einer Urkunde des Jahres 1197 auf - und zwar als Kirchspiel.

Im Spätherbst 1354 entfachten Kreuzritter, die auf ihrem Wege nach Osten waren und in Bergen lagerten aus Unachtsamkeit einen Großbrand, durch den der größte Teil des Ortes vernichtet wurde.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde in Sülze eine Saline eingerichtet. Ihr verdankt der Ort seine Entwicklung.

Im Jahr 1510 kam die Marienkapelle in Wohlde noch einmal zu großer Bedeutung. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit muss die Stätte eine besondere Bedeutung gehabt haben, worauf die Funde der vielen Hügelgräber hinweisen. Im Mittelalter war die Wohlder Waldkapelle Wallfahrtsort.

Im 30jährigen Krieg wurde Bergen wieder zum Truppenlager. Im Jahr 1626 waren es Dänen, 1635 waren es zwei schwedische Regimenter und im Jahr 1641 machte der schwedische General Torstenson Bergen zu seinem Hauptquartier.

Im Jahr 1852 erfolgte die Trennung von Justiz und Verwaltung und die Amtsvogtei Bergen wurde aufgehoben. Es bestanden jetzt das Amt Bergen (als Verwaltungsbehörde) und das Amtsgericht Bergen.

Nachdem sich 1933 das Deutsche Reich nationalsozialistischer Prägung etabliert hatte, sollten große Teile der zum Kirchspiel Bergen gehörenden Gemarkungen Truppenübungsplatz werden. Die Höfe wurden umgesiedelt oder gegen Entschädigung aufgegeben. Im Mai 1936 wurde der Truppenübungsplatz dem öffentlichen Verkehr entzogen und die ersten Truppen zogen ein.

1939 begann der Zweite Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Folgen. In großem Umfang wurden Kriegsgefangenenlager eingerichtet, u.a. auch auf dem Truppenübungsplatz.

Am 15. April 1945 wurde das Lager von britischen Truppen befreit.

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen hält die Geschichte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen mit all seinen Erinnerungen und Verbrechen in der nationalsozialistischen Zeit wach.

Im Jahr 1957 wurde dem Flecken Bergen die Stadtrechte verliehen.

1971 und 1973 kam es zu einer gemeindlichen Neugliederung. Die Ortschaften Bergen, Becklingen, Belsen, Bleckmar, Dohnsen, Hagen, Offen, Wardböhmen, Diesten, Eversen, Hassel, Nindorf und Sülze schlossen sich zu einer Einheitsgemeinde zusammen.