Hauptmenü     Suche
Heidschnuckenweg

Müden (Örtze): Was mag sich unter den Hügeln verbergen? (Tagestour 43 km)

Eine Radwandertour im Naturpark Südheide durch kleine Heidedörfer und zu archäologischen Ausgrabungsstellen, die von einer prähistorischen Besiedelung der Gegend zeugen. Fahren Sie auf schönen Wegen durch eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Müden (Örtze), Hermannsburg und Bergen.

Diese Fahrradtour eignet sich auch gut für Familien.


Die Rundtour hat ihren Schwerpunkt auf archäologischen Besonderheiten und anderen Zeugnissen aus vergangenen Zeiten.


Die Siedlungsgeschichte der Südheide lässt sich mehr als 5000 Jahre zurück verfolgen. Das Gebiet zwischen den heutigen Orten Bergen, Müden und Hermannsburg muss schon in der Jungstein- und Bronzezeit über fruchtbare Böden verfügt haben. Viehherden wurden über das Land geführt und erste Heideflächen haben sich schon damals entwickelt. Kein Wunder, dass in dieser Gegend besonders viele vorgeschichtliche Denkmäler gefunden wurden.


Aus dem vorigen Jahrhundert sind noch heute die Werke des Heidedichters Hermann Löns bekannt. Für ihn wurde auf dem Wietzer Berg ein Gedenkstein errichtet.


Abgerundet wird die Radtour mit einer Fahrt durchs Tal der Örtze.


Hügel- und Großsteingräber unserer Vorfahren

Fünf Grabhügel wurden am Wietzer Berg gefunden. Anhand der Beigaben, steinerne Streitäxte und Tonbecher, geht man davon aus, dass sie zum Ende der Jungsteinzeit errichtet wurden.


Vielleicht etwas später, zu Beginn der Bronzezeit, wurde ein Friedhof zwischen Backeberg und Bonstorf angelegt. Davon sind noch sechs Hügelgräber aufgefunden worden. An dieser Stelle beschreibt eine Informationstafel die Ausgrabungsergebnisse.


Dadurch, das verschiedene Grabbeigaben gefunden wurden, konnte man die Gräber einem Mann und einer Frau zuordnen. Ebenfalls um diese Zeit entstanden 45 Grabhügel bei Wohlde. Hier wurden die Toten aber in Baumsärgen beigesetzt. Neben Informationstafeln, kann sich der Besucher auch im Römstedthaus in Bergen kundig machen.


Bei Siddernhausen ist das älteste Großsteingrab dieser Gegend entdeckt worden.  Vermutlich wurde diese Grabanlage vor ca. 5000 Jahren von hier sesshaften Bauern erstellt. Die Grabkammer wurde mit originalen Findlingen wieder hergerichtet.


Hermann-Löns-Denkmal

Der bekannte und beliebte Heidedichter war ein regelmäßiger Gast in der Lüneburger Heide. Hier hatte er Ruhe und Inspiration um seine Werke zu schreiben, dabei ließ er gern seine Erfahrungen mit der Landbevölkerung einfliessen. Hermann Löns lebte von 1866 bis 1914 und 1921 setzte der Deutsche Jägerbund ihm ein Denkmal auf den Wietzer Berg.

Länge der Tour: 43 km


Wegebeschaffenheit: Entlang von befestigten Wald- und Feldwegen, Wirtschaftswegen und auf Radwegen entlang öffentlicher Straßen. Kurze Strecken entlang von öffentlichen, wenig befahrenen Straßen.


Ausschilderung: Beide Touren sind durchgehend mit dem abgebildeten Piktogramm gekennzeichnet.


Anfahrt zum Parkplatz "Am Lönsstein": Der Parkplatz "Am Lönsstein" liegt an der L 240 zwischen Hermannsburg und Müden (Örtze). Vom Ortsausgang Müden nach ca. 1,5 km auf der rechten Seite.


Position: N 52° 52.06546', E 010° 05.54750'


Radempfehlung: Touren- / Trekkingrad und E-Bike


weitere Informationen:

Tourist Information Müden(Örtze)

Unterlüßer Str. 5

29328 Müden (Örtze)

Tel. 05053 989220

mueden@lueneburger-heide.de

www.lueneburger-heide.de


Streckenverlauf:

Die Fahrradtour startet vom Parkplatz "Am Lönsstein". Wer den Lönsstein besichtigen möchte, geht lieber zu Fuß den Wietzer Berg rauf, es sind nur wenige Minuten.


Auf dem Fahrradweg geht es links nach Willighausen und von dort rauf nach Hohenbackeberg. Bei einem kurzen Abstecher nach Backeberg finden Sie einige flache Hügelgräber aus der späten Jungsteinzeit.

Die Tour geht weiter über Bonstorf, wo ein bronze-zeitliches Grabhügelfeld liegt, nach Barmbostel und auf den Grauenberg. Von hier haben Sie einen wunderschönen Blick auf Hermannsburg mit seinen vielen Kirchtürmen.

Über Hof Grauen geht es zum Großsteingrab bei Siddernhausen. Das ca. 4000 Jahre alte Grab wurde rekonstruiert.

Auf dem Weg nach Bergen liegt bei Wohlde ein Grabhügelfeld mit 45 Gräbern.  Grabbeilagen und andere Ergebnisse der Ausgrabungen können im Römstedthaus in Bergen besichtigt werden.

Durch Bergen führt die Radtour direkt nach Wohlde, wo eine Informationstafel über eine ehemalige Wallfahrtskirche berichtet.

Durch Felder und Wald geht es in die Gemarkung Hünenburg, ob hier jemals eine Burg gestanden hat ist nicht überliefert.

Weiter verläuft die Radtour über Huxahl und Oldendorf nach Hermannsburg. Ab Oldendorf radeln Sie durchs Örtzetal. In Hermannsburg laden das Ludwig-Harms-Haus und das Heimatmuseum zu einem Besuch ein. Nördlich von Hermannsburg führt die Radtour immer in der Nähe der Örtze auf dem FlussWaldErlebnispfad bis nach Müden. Am Erlebnispfad gibt es verschiedene Mitmachstationen und informative Tafeln.

Von Müden vorbei an der ehemaligen Tilly-Linde, hier soll der Feldherr Tilly eine Pause eingelegt haben, geht es zurück zum Ausgangsparkplatz am Wietzer Berg.


Klicken Sie hier für genauere Informationen zu dieser Tour.

Das dürfte Sie interessieren

Zeige Einträge 1 - 3 von insgesamt 8

Bergen: Bronzezeitliches Grab bei Wohlde

Etwa 600 Meter nordwestlich von Bergen-Wohlde befinden sich 45 Grabhügel aus der älteren Bronzezeit in einem kleinen Waldstück.Der Friedhof zählt zum Lüneburgischen Kulturkreis (etwa 1.500 bis 1.200 v. Chr.).Die Toten

mehr...
Bergen: Großsteingrab bei Siddernhausen

Das Großsteingrab bei Siddernhausen liegt auf einem Hügel zwischen den Orten Dohnsen und Siddernhausen.Es handelt sich um eine Megalithanlage aus der Jungsteinzeit.Ursprünglich befand sie sich 500 m nördlich, 1977 wurde

mehr...
Bergen: Museum Römstedthaus

Das Museum Römstedthaus besteht insgesamt aus vier Gebäuden - dem Haupthaus, der Zehntscheune, dem Treppenspeicher sowie einem kleinen Speicher (ehemals Stall), der als Flüchtlingswohnung während des Zweiten Weltkrieges diente.Das Hauptgebäude

mehr...