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Heidschnuckenweg
 

Bergen: Rundweg 1 "Durch das Alte Dorf" in Bleckmar

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Abschnitt 5a: Niederhaverbeck - Schneverdingen - Behringen (21 km)

Insgesamt besteht dieser Teilrundweg aus 15 Stationen.


Station 1: Kuhlmanns Hof

Der Kuhlmanns Hof wurde erstmals 1563 erwähnt.

Es handelt sich um ein typisches niedersächsisches Hallenhaus in Vierständerbauweise.

Bäuerliches Leben erfolgte zusammen mit dem Vieh unter einem Dach.

Ursprünglich bildeten das "grode Hus" und das "lütje Hus" auf Kuhlmanns Hof eine Einheit. Als 1909 die Bahnstrecke von Bergen nach Soltau gebaut wurde, sind die beiden Hofhäuser getrennt worden.


Station 2: Die Worth

Die Worth bildet einerseits den Dorfkern Bleckmars, sie stellt aber auch eine Reihe historischer Bezüge zur Geschichte des Dorfes her.

Im späten Mittelalter war die alte Hofstelle Sitz der Billunger-Welfen, und das Lehngut Sitz der Herzöge von Braunschweig, Lüneburg und zuletzt des Königs von Hannover. Im Jahr 866 wurde das königliche Gut erstmals erwähnt. Der Eichenhain wurde 1841 gepflanzt als die Gemeinde Bleckmar Besitzer des Grundstückes wurde. Das Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege wurde 1922 errichtet.


Station 3: Roiern Hof

Eine erste Erwähnung erhielt der Halbhof Roiern im Jahr 1587. Bemerkenswert sind die geschnitzten Pferdeköpfe an den Enden des Dachfirsts.

In damaliger Zeit wurde Spargelanbau betrieben. Im Jahr 2012 erlebte der Hof einen Wandel von einem Schweinezucht- zu einem Legehennenbetrieb.


Station 4: Meiern Hof

Der Meiern Hof gehört zu den ältesten Hofstellen und geht zurück auf die ersten Ansiedlungen Bleckmars. Im Jahr 1914 erfolgte ein Umbau. Das Gebäude wurde um 180° gedreht.

Neben dem Haus, am Rand der Meiße, steht ein historischer Bienenzaun.


Station 5: Ahrns Hof

Die Ansiedlung von Ahrns Hof auf dem hohen Rand des Meißetals war durch die hier günstigen Voraussetzungen naturgegeben. Der 4 m hohe Talrund schützte vor dem Hochwasser der Meiße und der Eichenbestand vor Wind. Außerdem war an dieser Stelle fruchtbarer Lößboden vorhanden.

Die Familie Wrogemann gehörte zu den Familien, die 1878 die selbständige ev.-luth. St. Johannis Gemeinde in Bleckmar gründeten und der Mission das Grundstück zur Verfügung stellte.


Station 6: Müllers Hof

Das heutige Haus wurde 1815 nach einem verheerenden Brand neu errichtet. Die Giebelinschrift weist darauf hin. 1978 wurde der Hof verkauft und zum Seniorenwohnsitz "Zum Meißetal" umgebaut.


Station 7: Die erste St. Johannis Kirche

Im Jahr 1878 erfolgte die Gründung einer eigenen Kirchengemeinde, die als Tochter der Hermannsburger Kreuzgemeinde galt. Heute gehört die Gemeinde zur "Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche" (SELK). Das Kirchengebäude wurde 1879 erbaut und hatte für 100 Jahre Bestand. 1979 wurde neben dem Pfarrhaus ein neues Kirchengebäude mit einem schlichten Glockenturm erbaut. Lediglich der alte Altaraufsatz ist aus der Vorgängerkirche erhalten geblieben.


Station 8: Das Pfarrhaus

Das Pfarrhaus wurde 1879 in Fachwerkbauweise erbaut, 1936 dann umfassend renoviert.


Station 9: Die Bleckmarer Mission

1897 wurde das Missionshaus neben dem Pfarrhaus errichtet. Seit 2009 dient es außerdem als Pilgerherberge für Wanderer auf dem Jakobusweg.


Station 10: Beutjers Hof

Der Beutjers Hof wurde 1803 erbaut. Die Beutjers oder "Böttcher" stellten Holzfässer zur Aufbewahrung von Lebensmitteln her.


Station 11: Brammers Hof

Der Brammers Hof, erstmals 1381 erwähnt, gilt als ein gutes Beispiel einer klassischen, niedersächsischen Hofanlage. Es handelt sich um einen Vierständer-Fachwerkbau.


Station 12: Lenschen Hof

Der Lenschen Hof gehörte ursprünglich zum Brammers Hof. Eine erste Erwähnung als Halbhof stammt aus dem Jahr 1520. Das heutige Gebäude geht auf einen Neubau im Jahr 1864 zurück. Es handelte sich damals um das erste Haus in Bleckmar, das aus Stein gebaut wurde.


Station 13: Tietjen Hof

Der Tietjenhof, 1563 als "Kote" der von Gilten erwähnt, ist ein typisches Zweiständerhaus. Am Giebel fällt ein Paar kreuzender Pferdeköpfe auf.


Station 14: Gehrken Hof

Der Gehrken Hof gehörte ehemals zum Billunger Gut auf der Worth. Für die Bewirtschaftung war seiner Zeit Johann Heinrich Hohls zuständig, der zugleich Besitzer des Tiejenhofes war. Die Familie "Tietjen-Hohls" ging über viele Generationen dem Beruf des Salzfahrers nach.



Station 15: Poggenpaul

An dieser Stelle befand sich ein Backhaus, das zur Flachsbereitung genutzt wurde (zum Trocknen des Flaches). Nur die Grundmauern sind heute noch vorhanden.

Mit der Flachsbarke (siehe Metallfigur) wurde das Flachs "gebrochen".


Nach einigen Metern halten Sie sich rechts und kommen zum Ausgangspunkt zurück.


Weitere Anschlussrouten:

  • Rundweg 2 "An der Wassermühle" in Bleckmar (ca. 1,8 km)
  • Rundweg 3 "Zur Remise" in Bleckmar (ca. 3,3 km)