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Heidschnuckenweg

Bergen: Stadtrundgang zur Geschichte der Stadt Bergen

Begeben Sie sich auf einen interessanten Stadtrundgang durch Bergen!

 

Sie erfahren allerhand Wissenswertes über die Geschichte der Stadt Bergen.

Nähere Erläuterungen zu den Gebäuden sind anhand von Schrifttafeln vorhanden. Falls Sie mit dem Smartphone unterwegs sind, können Sie weitere Informationen zu einigen Objekten auch über einen QR-Code abrufen (www.world-qr.com, Ortsführer Stadt Bergen).


Start und Ende des Rundgangs: Stadthaus Bergen (Lange Str. 1)

Länge: ca. 4 km


Stationen:

Stadthaus Bergen - Müller Meierhof - Alte Mühle und Mühlenteich - Bürgerpark - Lukenstraße mit alten Fachwerkhäusern - St. Lamberti Kirche und Tausendjährige Eiche - Altes Postamt in der Celler Straße - Bergener Bach - Henriettenstraße - Vierständerhaus und Franzosenkaserne im Deichend - Ziegeleiweg - Rückhaltebecken/ Ententeich mit alter Molkerei - Bergener Bach - Rathaus - Standesamt - Museum Römstedthaus und Friedensplatz - Stadtbücherei - Stadthaus


Variationen sind möglich.


Stadthaus Bergen:

Das Stadthaus Bergen dient heute als Veranstaltungsgebäude für zahlreiche Vereine und Verbände. Zudem finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. In der Vergangenheit regierten hier Amtsvögte und Amtsmänner, die Steuern und Abgaben einzogen, Recht sprachen und Strafen anordneten. Im Jahr 1900 gab es sogar ein Gerichtsgefängnis. Die Mauer und einige Gerichtszellen sind heute noch erhalten.


Müller-Meierhof:

Der Müller-Meierhof (Lukenstraße Nr. 5) gehört zum alten Ortskern von Bergen und war in vergangenen Zeiten ein Vollhof. Er hatte die Funktion eines Meierhofs für das Lüneburger Kloster St. Michaelis, welches 955 gegründet wurde. Insgesamt gibt es 41 alte Hofstellen in Bergen, viele davon gehörten zur damaligen Zeit dem Kloster und waren abgabepflichtig. In Bergen gab es insgesamt drei große Feuerbrände, die viele Höfe niederbrannten. Zum Teil wurden diese wieder aufgebaut. Der letzte Wiederaufbau im Jahr 1796 ist in der Inschrift am Haus sichtbar.


Vom Müller-Meierhof geht es über den Mühlendamm zur alten Wassermühle.


Alte Mühle und Mühlenteich:

Im ehemaligen Mühlengebäude befinden sich heute Mietwohnungen.

Vor 1470 gab es hier bereits eine erste Mühle, die sich ursprünglich nördlich des Deichends befand und hierher verlegt wurde. Im Jahr 1903 erlitt die Mühle einen Blitzschlag, brannte ab und wurde wieder aufgebaut. Bis Anfang der 1970er Jahre wurde die Wassermühle betrieben. Danach drohten Leerstand und Verfall. Der jetzige Besitzer kaufte das Gebäude 1980 auf und baute es zum attraktiven Wohnhaus um. Ein alter Mühlenstein erinnert an die ursprüngliche Funktion. Erhalten geblieben ist auch der Mühlenteich.


Einen Schlenker zurück geht es über den Bürgerpark und weiter Richtung Lukenstraße.

Der Bürgerpark ist ein beliebter Naherholungsort für Bewohner und Besucher zugleich. Ein Spielplatz lädt zum Toben ein.


Lukenstraße mit alten Fachwerkhäusern:

In der Lukenstraße sind noch alte Fachwerkhäuser auf beiden Seiten erhalten, die größtenteils 1796 nach dem 3. großen Feuerbrand neu aufgebaut wurden.

Der Leimershof, dessen Haupteingang mit einer Fensterfront versehen wurde, ist ein Vierständerhaus. Es handelte sich um einen Kötnerhof. Darauf weisen die Pferdköpfe hin. Auf der rechten Seite Richtung Friedensplatz befindet sich der ehemalige Grahnhof oder auch Köchenhof genannt. Es handelt sich um ein Zweiständerhaus und die Pferdköpfe weisen ebenso wie beim Leimershof auf einen alten Kötnerhof hin.


St. Lamberti Kirche und Tausendjährige Eiche:

Das heutige Kirchengebäude wurde im Jahr 1826/1827 errichtet. Erstmals wurde Bergen 1197 als Kirchspiel urkundlich erwähnt, so dass es bereits zu diesem Zeitpunkt ein Gotteshaus gegeben haben muss. Als die Reformation Einzug hielt, wurde die St. Lamberti Kirche im Jahr 1534 evangelisch-lutherisch. Der freistehende Glockenturm wurde im Jahr 1728 erbaut.

Auf der Südseite der Kirche befindet sich ein imposantes Naturdenkmal, die Tausendjährige Eiche. Diese findet sich stilisiert auch im Wappen der Stadt Bergen wieder (Eiche mit goldenen Eicheln über einem Heidschnuckenkopf).


Der Rundgang geht weiter Richtung Hauptstraße und dann rechts die Celler Straße entlang.


Altes Postamt in der Celler Straße:

Nach ca. 400 m ist das alte Postamt (Celler Straße Nr. 20) erreicht. Seit 1902 fand die Post hier ihren festen Standort. Heute wird nur noch die Dienstpost ausgefahren. Bergen galt damals als wichtige Poststation. Das Kaiserliche Postamt wurde 1899 in Bergen errichtet. Täglich fuhr von dieser Station eine Postkutsche nach Celle bis schließlich die Bahnstrecke Celle-Bergen im Jahr 1902 eröffnet wurde.

Seit August 2013 gibt es den neuen Themenradweg "Auf Postmeister Spuren", der zum Teil auf den alten historischen Postrouten verläuft, so auch durch Bergen.


Nach Überquerung der Celler Straße geht es ein Stück entlang des Bergener Baches. Über den Hiestermann-Parkplatz und die Bahnhofstraße ist die Henriettenstraße erreicht. Hier befinden sich ebenso einige alte Hofstellen. Der Straße folgend geht es bis zum Deichend und dann nach rechts.


Vierständerhaus und Franzosenkaserne im Deichend:

Das Gebäude im Deichend Nr. 14 ist das älteste in seiner ursprünglichen Form erhaltene Vierständerhaus in Bergen. Es wurde 1756 erbaut, die Hofstelle ist noch wesentlich älter. Die ehemalige Franzosenkaserne (heute Deichend Nr. 16) gehörte zur alten Hofstelle Deichend Nr. 14. Unter der französischen Besatzungsmacht diente sie als Offizierswohnung. Heute befinden sich hier Mietwohnungen.


Überqueren Sie vorsichtig die Straße und folgen dem Ziegeleiweg.

Gehen Sie die Unterführung hindurch.


Rückhaltebecken mit alter Molkerei:

Auf der linken Seite erblicken Sie den "Ententeich". Im Jahr 1969 wurde das Rückhaltebecken als Hochwasserschutzmaßnahme errichtet.

Beim Umwandern des Ententeichs erblicken Sie die alte Molkerei von Bergen. 1893 wurde die Molkereigenossenschaft Bergen gegründet und 1894 in Betrieb genommen. Anfang der 1980er Jahre wurde die Genossenschaft jedoch aufgelöst und es kam zur Einstellung des Betriebes. Die offizielle Auflösung des Milchkontrollvereins Bergen erfolgte im Januar 1993.


Nach der Umrundung folgen Sie dem Bergener Bach entlang Richtung Rathaus und können dabei die idyllische Natur genießen.


Rathaus Bergen:

Das heutige Rathaus ist Sitz der Stadtverwaltung. Im Jahr 1957 erhielt Bergen Stadtrecht. Im Jahr 1910/11 wurde das Gebäude für eine landwirtschaftliche Winterschule errichtet, die einer der ersten im Kreis Celle war. Auch die Polizei hatte zeitweise ihre Diensträume hier. Im Jahr 1972 erfolgte im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform ein Umbau des Gebäudes. Von diesem Zeitpunkt an erhielt es ausschließlich seine Funktion als Rathaus. An der Vorderfront des Rathauses erinnert das Relief mit Schreibfeder und Pflug an die damalige Nutzung als Landwirtschaftsschule.


Standesamt Bergen:

Unmittelbar neben dem Rathaus befindet sich das heutige Standesamt. Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Vierständerhaus aus dem Jahr 1819. Die Stadt Bergen erwarb diese alte Hofstelle im Jahr 1986. Eine Restaurierung erfolgte 1997 und seitdem erhielt es die Funktion als Standesamt.


Sie überqueren die Ampelkreuzung und befinden sich mitten auf dem Friedensplatz.


Museum Römstedthaus und Friedensplatz:

Im Jahr 2014 hatte der Friedensplatz seine 200 Jahr-Feier. Früher hieß der Platz "Buernbrink" und erhielt seinen heutigen Namen im Juli 1814 nach der Friedensfeier zum Ende der napoleonischen Besatzungszeit. Neben der St. Lamberti Kirche ist das Museum Römstedthaus das Kernstück des Platzes.

Namensgeber des Museums Römstedthaus ist der ehemalige Präzeptor Friedrich Römstedt, der das Museum 1913 errichtete. Das Gebäude selbst ist ca. 450 Jahre alt und steht noch an seiner Originalstelle. Es ist übrigens das zweitälteste im Landkreis Celle. Insgesamt besteht das Museum aus vier Gebäuden, dem Haupthaus (mit alter Kochstelle), der Zehntscheune, dem Treppenspeicher und dem kleinen Speicher.

Im Obergeschoss des Nebengebäudes können Sie die bronzezeitliche Ausstellung besichtigen, die beeindruckende Funde aus der Bronzezeit aus Hügelgräbern in der Umgebung beherbergt.

Viel Spaß beim Erkunden. Sie erfahren allerhand Wissenwertes über das damalige Leben und Arbeiten auf dem Lande.


Vom Museum Römstedthaus (Hinterseite) können Sie einen Abstecher zur Stadtbücherei machen.


Stadtbücherei:

Sie wurde 1793 als Präzeptorhaus errichtet. Als Präzeptoren wurden Elementarlehrer an Dorfschulen betitelt, die darüber hinaus als Hilfsgeistliche tätig waren, denn bis 1923 hatte die Kirche die Aufsicht über die Schulen.

1957 gingen Gebäude und Grundbesitz in das Eigentum der Stadt Bergen über. Seit 1961 erfüllt es die Funktion als Stadtbücherei.


Von der Stadtbücherei aus folgen Sie der Römstedtstraße, überqueren die Ampelkreuzung und erreichen schließlich Ihren Ausgangspunkt - das Stadthaus.


Einkehrmöglichkeiten am Weg:

  • Café Sahne (Friedensplatz 8, 29303 Bergen, Tel.: 05051-9709960)
  • Guses's Coffee-Bar (Celler Str. 3, 29303 Bergen, Tel.: 05051-970847)

Weitere Einkehrmöglichkeiten sind im Gastronomieflyer aufgeführt, der im Foyer des Rathauses ausliegt.


Ein Abstecher lohnt sich zu folgenden Gebäuden und Objekten:


Sühnekirche (Hubertusstraße 2):

Sie ist dem Gedenken an die Opfer ungerechter Gewalt aller Nationen und Konfessionen im ehemaligen Lager Bergen-Belsen geweiht.


Friedhof der St. Lamberti Kirche mit teilweise alten Grabstätten



Folgende drei sogenannte Türmchen-Häuser an der B3 fallen ins Auge:

  • Hellberg-Haus (Celler Straße 28)
  • Haus in der Harburger Straße 14
  • Haus an der Harburger Straße/ Ecke Römstedtstraße