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Heidschnuckenweg

Bergen: Stadtrundgang zur Geschichte der Stadt Bergen - Variante 1

Begeben Sie sich auf einen interessanten Stadtrundgang durch Bergen!

 

Sie erfahren allerhand Wissenswertes über die Geschichte der Stadt Bergen.

Nähere Erläuterungen zu den Gebäuden sind anhand von Schrifttafeln vorhanden. Falls Sie mit dem Smartphone unterwegs sind, können Sie weitere Informationen zu einigen Objekten auch über einen QR-Code abrufen (www.world-qr.com, Ortsführer Stadt Bergen).


Start und Ende des Rundgangs: Rathaus Bergen (Deichend 3-7, 29303 Bergen)

Länge: ca. 2 km

Stationen:

Rathaus - Standesamt - Museum Römstedthaus und Friedensplatz - Stadtbücherei - Stadthaus Bergen - Müller Meierhof - Alter Ziehbrunnen - Alte Mühle und Mühlenteich - Bürgerpark - Lukenstraße mit alten Fachwerkhäusern - St. Lamberti Kirche und Tausendjährige Eiche - Rathaus


Rathaus Bergen:

Das heutige Rathaus ist Sitz der Stadtverwaltung. Im Jahr 1957 erhielt Bergen Stadtrecht. Im Jahr 1910/11 wurde das Gebäude für eine landwirtschaftliche Winterschule errichtet, die einer der ersten im Kreis Celle war. Auch die Polizei hatte zeitweise ihre Diensträume hier. Im Jahr 1972 erfolgte im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform ein Umbau des Gebäudes. Von diesem Zeitpunkt an erhielt es ausschließlich seine Funktion als Rathaus. An der Vorderfront des Rathauses erinnert das Relief mit Schreibfeder und Pflug an die damalige Nutzung als Landwirtschaftsschule.


Standesamt Bergen:

Unmittelbar neben dem Rathaus befindet sich das heutige Standesamt. Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Vierständerhaus aus dem Jahr 1819. Die Stadt Bergen erwarb diese alte Hofstelle im Jahr 1986. Eine Restaurierung erfolgte 1997 und seitdem erhielt es die Funktion als Standesamt.


Anne Frank Friedensbeet und Gedenkstein:

An der Ecke Deichend/ Harburger Straße befindet sich das Anne Frank Friedensbeet und weiter links ein Gedenkstein anlässlich des Britenabzuges.

Sie überqueren als nächstes die Ampelkreuzung und befinden sich mitten auf dem Friedensplatz.


Museum Römstedthaus und Friedensplatz:

Im Jahr 2014 hatte der Friedensplatz seine 200 Jahr-Feier. Früher hieß der Platz "Buernbrink" und erhielt seinen heutigen Namen im Juli 1814 nach der Friedensfeier zum Ende der napoleonischen Besatzungszeit. Neben der St. Lamberti Kirche ist das Museum Römstedthaus das Kernstück des Platzes.

Namensgeber des Museums Römstedthaus ist der ehemalige Präzeptor Friedrich Römstedt, der das Museum 1913 errichtete. Das Gebäude selbst ist ca. 450 Jahre alt und steht noch an seiner Originalstelle. Es besteht aus insgesamt aus vier Gebäuden.

Im Obergeschoss des Nebengebäudes können Sie die bronzezeitliche Ausstellung besichtigen, die beeindruckende Funde aus der Bronzezeit aus Hügelgräbern in der Umgebung beherbergt. Viel Spaß beim Erkunden.

Vom Museum Römstedthaus (Hinterseite) können Sie einen Abstecher zur Stadtbücherei machen.


Stadtbücherei:

Sie wurde 1793 als Präzeptorhaus errichtet. Als Präzeptoren wurden Elementarlehrer an Dorfschulen betitelt, die darüber hinaus als Hilfsgeistliche tätig waren, denn bis 1923 hatte die Kirche die Aufsicht über die Schulen.

1957 gingen Gebäude und Grundbesitz in das Eigentum der Stadt Bergen über. Seit 1961 erfüllt es die Funktion als Stadtbücherei.

Von der Stadtbücherei aus folgen Sie der Römstedtstraße, überqueren die Ampelkreuzung und erreichen schließlich Ihren Ausgangspunkt - das Stadthaus.


Stadthaus Bergen:

Das Stadthaus Bergen dient heute als Veranstaltungsgebäude für zahlreiche Vereine und Verbände. Zudem finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. In der Vergangenheit regierten hier Amtsvögte und Amtsmänner, die Steuern und Abgaben einzogen, Recht sprachen und Strafen anordneten. Im Jahr 1900 gab es sogar ein Gerichtsgefängnis. Die Mauer und einige Gerichtszellen sind heute noch erhalten und können auf Anfrage hin besichtigt werden.


Müller-Meierhof:

Der Müller-Meierhof (Lukenstraße Nr. 5) gehört zum alten Ortskern von Bergen und war in vergangenen Zeiten ein Vollhof. Er hatte die Funktion eines Meierhofs für das Lüneburger Kloster St. Michaelis, welches 955 gegründet wurde. Der letzte Wiederaufbau im Jahr 1796 ist in der Inschrift am Haus sichtbar.

Vom Müller-Meierhof geht es zunächst zur Ecke Mühlendamm. Hier befinden sich Reste eines alten Ziehbrunnens. Weiter geht es über den Mühlendamm zur alten Wassermühle.


Alte Mühle und Mühlenteich:

Vor 1470 gab es hier bereits eine erste Mühle, die sich ursprünglich nördlich des Deichends befand und hierher verlegt wurde. Im Jahr 1903 erlitt die Mühle einen Blitzschlag, brannte ab und wurde wieder aufgebaut. Bis Anfang der 1970er Jahre wurde die Wassermühle betrieben. Danach drohten Leerstand und Verfall. Der jetzige Besitzer kaufte das Gebäude 1980 auf und baute es zum attraktiven Wohnhaus um. Ein alter Mühlenstein erinnert an die ursprüngliche Funktion. Erhalten geblieben ist auch der Mühlenteich.

Einen Schlenker zurück geht es über den Bürgerpark und weiter Richtung Lukenstraße.

Der Bürgerpark ist ein beliebter Naherholungsort für Bewohner und Besucher zugleich. Ein Spielplatz lädt zum Toben ein.


Lukenstraße mit alten Fachwerkhäusern:

In der Lukenstraße sind noch alte Fachwerkhäuser auf beiden Seiten erhalten, die größtenteils 1796 nach dem 3. großen Feuerbrand neu aufgebaut wurden.

Der Leimershof, dessen Haupteingang mit einer Fensterfront versehen wurde, ist ein Vierständerhaus. Es handelte sich um einen Kötnerhof. Darauf weisen die Pferdköpfe hin. Auf der rechten Seite Richtung Friedensplatz befindet sich der ehemalige Grahnhof oder auch Köchenhof genannt. Es handelt sich um ein Zweiständerhaus und die Pferdköpfe weisen ebenso wie beim Leimershof auf einen alten Kötnerhof hin.


St. Lamberti Kirche und Tausendjährige Eiche:

Das heutige Kirchengebäude wurde im Jahr 1826/1827 errichtet. Erstmals wurde Bergen 1197 als Kirchspiel urkundlich erwähnt, so dass es bereits zu diesem Zeitpunkt ein Gotteshaus gegeben haben muss. Als die Reformation Einzug hielt, wurde die St. Lamberti Kirche im Jahr 1534 evangelisch-lutherisch. Der freistehende Glockenturm wurde im Jahr 1728 erbaut.

Auf der Südseite der Kirche befindet sich ein imposantes Naturdenkmal, die Tausendjährige Eiche. Diese findet sich stilisiert auch im Wappen der Stadt Bergen wieder (Eiche mit goldenen Eicheln über einem Heidschnuckenkopf).

Sie überqueren die B3 an der Ampelkreuzung und befinden sich wieder am Ausgangspunkt - dem Rathaus.


Einkehrmöglichkeiten am Weg:

  • Café Sahne (Friedensplatz 8, 29303 Bergen, Tel.: 05051-9709960)
  • Guses's Coffee-Bar (Celler Str. 3, 29303 Bergen, Tel.: 05051-970847)

Weitere Einkehrmöglichkeiten sind im Gastronomieflyer aufgeführt, der im Foyer des Rathauses ausliegt.

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