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Heidschnuckenweg

Bergen: Radtour Malerische Heidehöfe und Orte der Erinnerung

Radrundtour um Bergen - zwischen Moor und Saline

Die 54 km lange Tour führt durch malerische Heidedörfer, Wälder und Moorlandschaften. Unterwegs entdecken Sie Jahrtausende alte Grabhügelfelder, Bauerngehöfte und Gutshäuser sowie kleine, ganz besondere Museen. Die Gedenkstätte Bergen-Belsen steht als Mahnmal und Zeuge der jüngsten Geschichte, sie erinnert an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

 


Besonderheiten der Tour


Bergen - lebendige Kleinstadt in der Südheide


Auf halbem Weg zwischen Soltau und Celle heißt Bergen Sie am Rande des Naturparks Südheide willkommen. Die Tourist Information befindet sich neben dem Rathaus im Gebäude des Standesamtes. Sie ist Mo-Fr von 10-13Uhr und Di+Do 15-17 Uhr geöffnet. Die lebendige Kleinstadt bietet Ihnen einen zentralen Einstiegspunkt in die umliegende Landschaft mit ihren malerischen Heidedörfern und einem sehr gut ausgebauten Netz von Rad- und Wirtschaftswegen.

Bemerkenswerte Funde aus bronzezeitlichen Hügelgräbern in und um Bergen zeugen davon, dass der Ort schon vor mehr als 3.000 Jahren eine besondere Bedeutung hatte.

 


Becklinger Moor - Weitblick mit Artenvielfalt


Die Entstehung des Becklinger Moores begann vor 125.000 Jahren in der Abflussrinne eines schmelzenden Gletschers. Bis Ende des 18. Jahrhunderts blieb das damals 3 Kilometer breite und 7,5 Kilometer lange Moor vom Menschen weitgehend unberührt. Karten von 1770 zeigen erste Wege und deuten auf die beginnende Moornutzung hin. Noch bis in die 1950er Jahre wurde Torf als Brennstoff gestochen. Aber erst die großflächige Trockenlegung von 1964 ließ gewaltige Teile des Moors verschwinden. Es entstanden Felder, Wiesen und Wälder, bis 1985 der Südteil des Moores zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Seit 2006 wird dem Moor in diesem Bereich sein Wasser zurückgegeben. Viele seltene Pflanzen und Tiere – wie Wollgras oder Seeadler – fühlen sich hier wohl. Der Aussichtsturm gewährt einen faszinierenden Weitblick.

 


 

Gedenkstätte Bergen-Belsen - Erinnerung an KZ-Opfer


Die internationale Gedenkstätte Bergen-Belsen erinnert an die mehr als 70.000 Menschen, die hier zwischen 1941 und 1945 umkamen. In der täglich geöffneten Dauerausstellung werden Originalobjekte, Fotos und zahlreiche Videointerviews von Überlebenden gezeigt. Außerdem können Sonderausstellungen, eine Bibliothek und bauliche Reste des Lagers besichtigt werden. Das breit gefächerte Bildungsangebot beinhaltet neben Führungen auch Seminare, Projekte mit Zeitzeugen, Jugendworkcamps und internationale Begegnungen.

Das Lager wurde zunächst als Arbeitslager, ab 1943 auch als Konzentrationslager genutzt. Bei der Befreiung am 15. April 1945 fanden britische Soldaten Tausende unbestattete Leichen und Zehntausende todkranke Menschen vor. Bis 1950 lebten in Bergen-Belsen zeitweise bis zu 12.000 Überlebende der Schoah in einem Lager für so genannte Displaced Persons (Heimatlose).

 


Saline zu Sülze - 500 Jahre Salzgewinnung


Die Saline zu Sülze wurde 1379 erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst gewannen die Salzsieder das Salz direkt vor Ort aus dem salzhaltigen Wasser der Solequelle in Sülze. In großen Pfannen, die mit Torf befeuert wurden, verdampfte die Sole, um das reine Salz zu gewinnen. Immer wenn der Brennstoff Torf knapp wurde, transportierten Röhrenleitungen die Sole von Sülze über mehrere Kilometer zu den verschiedenen weiteren Siedestellen wie Hassel und Altensalzkoth, bis die Siedestelle schließlich wieder nach Sülze zurückgeholt wurde. 1862 wurde der Siedebetrieb endgültig eingestellt.

Das Salinenmuseum, geöffnet nach Absprache (Kontakt über Tourist-Information), befi ndet sich in einem nachgebauten Treppenspeicher und präsentiert zahlreiche Schautafeln zur Salzgewinnung. Im frei zugänglichen Außengelände erläutern Modelle und Objekte das Salzsiede-Handwerk.

 



Länge der Tour: 54 km


Streckenprofil: überwiegend asphaltierte Wirtschafts- und Radwege, Teilstücke auf verehrsberuhigter Kreisstraße und befestigten Wegen.


Beschilderung: durchgehend mit dem unten angeführten Piktogramm gekennzeichnet


Radempfehlung: Tourenrad


Startpunkt: Parkplatz hinter dem Rathaus Bergen, Deichend 3-7, 29303 Bergen
Position: N: 52.810611, E: 9.963035


Weitere Informationen:

Tourist-Information Bergen

Deichend 3, 29303 Bergen, Tel. 05051 47964

info@bergen-online.de

www.bergen-urlaub.de


Interessante Informationen zu all unseren Rad- und Wandertouren finden Sie auch in unserem Region Celle Navigator.


Tourenbeschreibung

Zentral am Friedensplatz in Bergen gelegen, empfängt Sie das Museum Römstedthaus, das neben Exponaten zum ländlichen Leben und Arbeiten auch bemerkenswerte Funde der Grabhügelfelder beherbergt. In Sichtweite grüßt die St. Lamberti-Kirche mit ihrem hölzernen Glockenturm, der "Wasserspielplatz" lädt zum Toben ein. Ein typisches Heidedorf mit alten Bauernhäusern erwartet Sie in Hagen. Über Bleckmar – ein charmanter Fachwerkort mit drei historischen Rundwanderwegen – fahren Sie nach Wardböhmen. Biegen Sie hier links auf die Landstraße Richtung Becklingen ab.
Im Waldarbeit-Museum Becklinger Holz können Sie mehr als 300 Werkzeuge und Dokumente aus der Zeit der traditionellen Waldarbeit besichtigen (Öffnungszeiten: April-September, Sonntags 14 - 17 Uhr).
Ein Abstecher entlang des Radweges an der B3 führt Sie zu einem architektonisch eindrucksvoll und emotional berührenden Soldatenfriedhof: In den Hang gebettet, liegen hier in schier endlosen Reihen tausende Opfer des Zweiten Weltkrieges begraben. Wenig später erreichen Sie den Heinrich-Eggers-Aussichtsturm im Becklinger Moor, wo Fernrohr und Bänke zum Verweilen einladen. Erfahren Sie mehr über die Entstehung, Nutzung und Artenvielfalt des Moores. Zwischen Dageförde und Nindorf gelangen Sie auf eine Anhöhe, die zu einer herrlichen Weitsicht über Wiesen, Felder und Wälder einlädt. In den Waldflächen nördlich von Wohlde befi ndet sich ein mehr als 3.000 Jahre altes Grabhügelfeld mit etwa 45 Grabhügeln. Die Toten wurden hier meist in ausgehöhlten Eichenstämmen beigesetzt. In Wohlde, am ehemaligen Standort der Wallfahrtskapelle, wird die Geschichte des einstigen Wallfahrtsortes erläutert.
Über Huxahl führt der Weg nach Sülze. Der Name ("Op dem Solte"= Auf dem Salze) verweist auf die 500-jährige Salzgeschichte und die ehemalige Saline des Ortes, die im Salinenmuseum mit Tafeln und Modellen anschaulich beschrieben wird (Öffnungszeiten: 1.8. bis 3.10.: Sonntags von 13 bis 17 Uhr). Nebenan gibt es an der "Milchtankstelle" frische Kuhmilch zum Abzapfen. Sehenswert ist auch die Sülzer Fachwerkkirche aus dem Jahr 1754. Darüber hinaus beherbergt Sülze ein Afrika-Museum. Vielfältige Exponate aus Kunst, Kultur und Natur sowie die Erlebnisse der Betreiber auf diesem Kontinent machen Afrika lebendig (Öffnungszeiten nach Vereinbarung).
Eversen, ein idyllisch an der Örtze gelegenes Heidedorf mit prächtigen Gutshäusern und einer Bootsanlegestelle lädt zum Innehalten ein. Ein 6,5 km langer Rundweg mit Informationstafeln führt Sie zu den beachtlichen drei Rittergütern des Ortes, deren Geschichte teilweise bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.  Zu sehen ist auch ein großes Floß, das auf die Tradition der Flößerei auf der Örtze verweist sowie die Reste des Röhrendammes, in dem die wertvolle Sole zur Saline – dem Ort der Salzgewinnung – transportiert wurde. Entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen geht die Tour nach Belsen, von dort führt ein 4 km langer Abstecher zur Gedenkstätte Bergen-Belsen: In dem ehemaligen Konzentrationslager kamen zwischen 1941 und 1945 über 70.000 Menschen ums Leben – unter ihnen auch Anne Frank. Auf dem Weg zurück nach Bergen fällt die riesige Metallskulptur der Hannoveraner Künstler Almut und Hans Jürgen Breuste ins Auge. Das Mahnmal erinnert ebenso wie die Reste der alten Laderampe und ein Zugwaggon an den Marsch der entkräfteten Häftlinge ins sechs Kilometer entfernte Lager.


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